Tagesarchiv: April 10th, 2008

Ein Ausbaggern um nur 50 Zentimeter, wie Hamburg vorschlägt, ändere nichts an Problemen wie der Deichsicherheit.
 
Der Kompromissvorschlag einer „halben Elbvertiefung“ stößt am niedersächsischen Elbufer auf Skepsis und Ablehnung. Keine Spur von der erhofften Wirkung, dass einem Großteil des Widerstandes an der Unterelbe die Grundlage entzogen werden könne. „Die Gemeinde Jork bleibt bei ihrer grundsätzlichen Aussage, gegen die Elbvertiefung zu sein“, stellt Bürgermeister Rolf Lühmann (CDU) klar. Er vermisse Aussagen zu den Auswirkungen auf die Deichsicherheit, die Verschlickung und die Verschiebung der Brackwasserzone. Lühmann kritisiert den Vorschlag als einen „Schnellschuss“. Erst müsse das laufende Planfeststellungsverfahren ordentlich abgearbeitet werden. Mehr beim Hamburger Abendblatt.

 

Insel und Badedüne könnten wieder verbunden werden. Auf der neuen Fläche sollen Hotels und Strände entstehen.
 
Helgolands Inselbürgermeister Frank Botter hatte ein solche Idee vor einigen Monaten schon einmal vorsichtig formuliert. Jetzt ist sie von dem Hamburger Bauunternehmer Arne Weber weiter konkretisiert worden. Sein spektakulärer Vorschlag: Die Insel und ihre Badedüne sollten durch Sandaufspülungen wieder verbunden werden – so wie sie es noch im 18. Jahrhundert waren. Mehr beim Hamburger Abendblatt.

Bremerhaven: BaFin ordnet Moratorium über die Weserbank AG an

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 8. April 2008 gegenüber der Weserbank AG ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem hat die BaFin die Schließung des Kreditinstitutes für den Verkehr mit der Kundschaft angeordnet und der Bank untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihr gegenüber bestimmt sind („Moratorium“). Die BaFin hat beim Amtsgericht Bremerhaven zudem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Mehr bei der Bafin.

Mehr auch beim Bankenverband.

Video bei n24.

Handelsblatt: Weserbank: Die erste Letzte Ölung

Jetzt ist schließlich doch eine Bank unter dem Druck der Kreditkrise zusammengebrochen – oder sagen wir, man hat ihren Niedergang zugelassen. Die deutsche Finanzaufsicht hat die Weserbank am 9. April angewiesen, ihre Pforten zu schließen, nachdem der Wertverlust bei Floating Rate Notes die Bilanz des kleinen privaten Kreditinstituts schwer in Mitleidenschaft gezogen hat. Die 1912 als genossenschaftliche Kooperation von Fleischern und Viehhändlern gegründete Weserbank hat offensichtlich den falschen Zeitpunkt für ihre Umwandlung von der „Viehmarktbank“ in eine Investmentbank gewählt. Die verbleibenden Vermögenswerte über 120 Mill. Euro wurden im Zuge eines Moratoriums eingefroren. Mehr beim Handelsblatt.

 

Die Welt: Weserbank redet sich mit Finanzkrise heraus

Deutschlands oberste Finanzaufseher haben die Weserbank in Bremerhaven zwangsweise geschlossen. Die BaFin geht von Management-Fehlern aus, die zur Überschuldung der Privatbank führten. Das weist Bank-Chef Gerold Lehmann zurück: Die Pleite sei Folge der weltweiten Finanzkrise. Mehr bei der Welt.

 

Manager-Magazin: Kreditinstitut wurde untersagt, den Kundenverkehr aufrechtzuerhalten

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Bremerhavener Weserbank AG am Dienstag abend nach Geschäftsschluss wegen Überschuldung geschlossen. Dem Kreditinstitut wurde untersagt, den Kundenverkehr aufrechtzuerhalten, teilte die BaFin am Mittwoch mit. Die Weserbank darf nur noch Zahlungen annehmen, die zur Tilgung von Schulden bestimmt sind. Mehr beim Manager-Magazin.